Evangelikale Christen und Amerikas
„heilige Kriege“
Überall auf der Welt beten ein paar Hundert Millionen Christen
sehnlichst die Apokalypse herbei. Sie manipulieren auch die Politik
der USA, auf dass die große „Endschlacht“ in Israel möglichst bald
Wirklichkeit werde. Nach diesem „Weltuntergang“ hoffen sie, tau-
send Jahre mit dem Messias zu herrschen – so wie auch die reli-
giösen Juden …
Die evangelikalen, fundamendalistischen Christen sind in den USA
inzwischen zu einer Gefahr für das (wahre) Christentum geworden,
dessen zentrale Lehre Nächstenliebe, Güte und Sanftmut ist. So war
Jesus der erste Prophet und Gottgesandte, der forderte, dass man nicht
nur seine Familie und Freunde lieben soll, sondern auch seine Feinde –
und das auch vorlebte. Das war das eigentlich „Revolutionäre“ an Jesus
Christus in der damaligen Zeit. Und auf Basis dieses Glaubens ist letzt-
endlich unsere humane, westliche Demokratie – und nicht zuletzt auch
die Vereinigten Staaten von Amerika als das größte christliche Land
unserer Zeit - entstanden …
Wie konnte es trotzdem so weit kommen, dass gerade in den USA die
evangelikalen Christen so stark auf dem Vormarsch sind und inzwi-
schen offenbar auch Einfluss auf die Politik und Regierung nehmen.
Lee Fang, ein junger US-amerianischer Investigativ-Journalist, weist
darauf hin, dass „die christlichen Zionisten eine immer stärkeren Kraft
in der amerikanischen Politik geworden sind.“ Gemäß Benjamin Seiler
ist das auch das Werk von Ralph Drollinger, der mit „Capitol Minis-
tries“ spezielle Bibelkurse für Politiker ins Leben gerufen hat.
Das alles wirkt sehr „christlich“ und „gläubig“ und demnach „gut“.
Doch dahinter steckt ein perfider Plan „dunkler Mächte“ (= „Deep
State“
), wie F.William Engdahl in seinem Buch „Amerikas
heiliger Krieg“ enthüllte.
Demnach lag die Förderung der christlichen Evangelikalen und einer
fundamentalistisch-militanten Erweckungsbewegung im Interesse der
amerikanischen Rüstungsindustrie und der US-Geheimdienste, denn
so konnten sie eine willige imperiale Militärmacht aufbauen, die bereit
wäre, ihr Leben in weltweiten „heiligen Kriegen“ „im Namen Christi“
und zur Verteidigung der amerikanischen Demokratie zu opfern …
Im Jahr 2001 wurde dann die „nächste Stufe“ gezündet: US-Präsident
George Bush rief nach den schockierenden Anschlägen am 11. Septem-
ber 2001 auf das World-Trade-Center in New York
zum
globalen „Krieg gegen den Terror“ auf:
F.W.Engdahl schrieb dazu im Jahr 2014: „Präsident George W.Bush,
der selbst einer evangelikal-christlichen Erweckungsbewegung angehört,
appellierte an die zigmillionen Amerikaner, die sich in den 1970ern und
1980ern bis in die 1990er Jahre hinein selbst einer schwarz-weiß-malen-
den Spielart des Christentums angeschlossen hatten, die man als „christ-
liche Fundamentalismus“ bezeichnet.
Diese fundamentalistischen Evangelikalen, wie man sie auch nennt,
konzentrierten sich in den 1980er Jahren darauf, die Republikanische
Partei, Bushs eigene Partei, zu übernehmen. Sie waren darin geschult,
sich kämpferisch zu geben, zu hassen und zum Krieg gegen die „un-
gläubigen“ Muslime aufzurufen, seien es nun die Taliban in Afghanis-
tan oder die sunnitischen bzw. schiitischen Muslime im Irak. (…)
Hinter dem Fanatismus der amerikanischen Kriege gegen den islami-
schen Terrorismus stand ein amerikanisches Militär, das mit dem
fundamentalistischen Fanatismus der christlichen Rechten und
hasserfüllten Gruppierungen durchsetzt war.
Einer der einflussreichsten dieser Organisationen war die finanziell
wohlausgestattete Organisation „Military Ministry“, ein Ableger der
internationalen Missionsbewegung „Campus Crusade for Christ“.
Military Ministry verfügt über Finanzmittel in Höhe von von fast 500
Mio.Dollar jährlich, unterhält Niederlassungen in allen wichtigen ameri-
kanischen Stützpunkten und veranstaltet Bibelkurse im Ausland. Hier
lassen sich Parallelen zu Fethullah Gülens Bewegung erkennen. Die
Organisation stellt sich die Aufgabe, „mit der Macht des Heiligen Geis-
tes zu gewinnen, aufzubauen und zu fördern und Bewegungen der
spirituellen Vervielfachung in der weltweiten militärischen Gemein-
schaft aufzubauen.“ (…)
Innerhalb des Militärs verbreitete „Military Ministry“ einen Kreuzzug-
fanatismus. Unter Verweis auf bestimmte Bibelstellen sei Töten im
Kampf „als Gottes Diener, ein Engeld des Zorns“ erlaubt, um „die-
jenigen zu bestrafen, die Böses tun“. Führende Vertreter von „Military
Ministry“ bezeichneten wiederholt Soldaten öffentlich als „von der Re-
gierung besoldete Missionare für Christus“. In einem Fall kam heraus,
dass ein Privatunternehmen Zielfernrohre an das Verteidigungsminis-
terium lieferte, in die versteckte Hinweise auf Bibelverse eingraviert
worden waren.“ (* Engdahl, S.41)
Und nun könnte das Attentat auf den evangelikalen Christen und
MAGA-Aktivisten Charlie Kirk als Auslöser für eine weitere Eskala-
tion genutzt werden. So wurde dieser bei seiner Trauerfeier am 21.
September 2025 bereits zum „Märtyrer“ hochstilisiert ….
Zudem sitzen in der aktuellen Regierung von US-Präsident Donald
Trump einige Evangelikale darunter Pentagon-Chef Pete Hegseth.
Dieser hat sich auf seiner Brust das „Jerusalemkreuz“ tätowieren
lassen …
Donald Trump soll aber laut Medien selbst kein „Evangelikaler“ sein -
er war diesen jedoch zu Dank verpflichtet, denn ohne die evangelikalen
Christen wäre er wohl kaum zum Präsidenten gewählt worden. Übrigens
hat er sich nun als Friedensstifter im Nahen Osten erwiesen …
(was wohl kaum im Sinne der christlichen Zionisten sein dürfte …)
Im übrigen wächst die „Evangelikale Bewegung“ aktuell nicht nur in
den USA rasant, sondern - Dank der „Megakirchen“ und „Televange-
listen“, die ihre fundamentalistische christliche Lehre auch per TV-
Sender verbreiten, auch weltweit, besonders auch in Afrika und Asien.
Aber auch Brasilien, die einst größte katholische Bastion der Welt,
wird von den evangelikalen Fundamentalisten überrant... (noch in Arbeit …)
Quellenangaben:
* F.W.Engdahl, „Amerikas heiliger Krieg - Was die USA mit dem
Krieg gegen den Terror wirklich bezwecken“, Kopp-Verlag,
1.Auflage, Juli 2014
- sowie „Zeitenschrift“, Ausgabe Nr.119/2024
22.10.2025
Pete Hegseth mit
„Jerusalemkreuz“